Kindermessen in Mexiko

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Kinder besitzen eine natürliche Religiosität

Zu jeder Heiligen Messe sind Kinder herzlich willkommen. Es ist schön, wenn die ganze Familie am Sonntag gemeinsam zur Kirche geht. Für Eltern stellt sich allerdings oft die Frage, wie sie ihren Kindern den Zugang zum Gottesdienst erleichtern können, wirkt dieser auf Kinder doch oft sehr lang und vor allem langweilig. Eltern sehen sich oft in einer angespannten Situation, wenn die Kinder sich mit allem möglichen beschäftigen und dem Geschehen nicht folgen können. Stören meine Kinder womöglich die anderen Gottesdienstbesucher? Wäre es nicht besser, wir wären zuhause geblieben? Was bringt uns diese Stunde in der Kirche als Familie überhaupt?

Das Herausforderung liegt darin, dass den Kindern oft noch nicht die Tür zur religiösen Welt geöffnet wurde. Sie erleben die Heilige Messe als eine Veranstaltung für Erwachsene, zu der sie irrtümlich mitgenommen wurden. Deswegen oft der halb resignierte oder protestierende Ausruf von Kindern in der Kirche: „Ich will nach Hause!“ Wer will es ihnen verübeln?! Wenn sie dann noch erleben, dass auch die Eltern keine gute Zeit in der Kirche haben, stellt sich für sie gänzlich die Sinnfrage und die Proteste beim nächsten Kirchgang werden groß sein.

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Oft gehörter Kinderwunsch in der Kirche: „Ich will nach Hause!“

Mit viel Geduld und behutsam sollten die Kinder an die religiöse Welt herangeführt werden. Zunächst einmal müssen sie spüren, dass das Thema Gott im Leben ihrer Eltern eine Rolle spielt. Dabei müssen die Eltern durchaus nicht den Eindruck von großer Frömmigkeit oder Gescheitheit in religiösen Dingen machen. Kinder können gut damit leben, dass ihre Eltern auch nicht alle Fragen über Gott beantworten können. (Besonders interessant wird es, wenn die Kinder in einem bestimmten Alter entdecken, dass auch die Eltern Fehler machen und um Entschuldigung bitten müssen.) Aber die Kinder sollten spüren: Meine Eltern nehmen Gott ernst und wollen mit ihm in Kontakt sein – es ist ihnen wichtig. Ein kaum zu überbietender Eindruck für Kinder ist, ihre Eltern beten zu sehen. Ohne viele Worte ist die Botschaft für die Kinder:

  1. Gott gibt es wirklich.
  2. Man kann man mit sprechen.
  3. Das muß für irgendetwas gut sein.

Allein damit fühlen sich Kinder in ihrer religiösen Neugier bestätigt. Meist haben Kinder schon sehr früh erfahren, dass es (recht viele) Menschen gibt, die nicht an Gott glauben, auch andere Kinder. Da sie aber ausnahmslos religiöse Sinnfragen und gläubige Empfindungen kennen, steht der Glaube von Anfang an in einer gewissen Spannung. Dabei brauchen die Kinder unbedingt Unterstützung. Sie müssen gute und plausible Gründe für die Rechtmäßigkeit des religiösen Lebens erfahren. Dazu gehört auch der gemeinsame Besuch des Sonntagsgottesdiensten.

In der Folge ein paar Tipps, wie sie helfen können, ihren Kindern einen ersten Blick in das Geheimnis des Glaubens zu erleichtern:

  1. Erwähnen Sie häufiger, dass Sie an Gott gedacht haben.
  2. Erzählen Sie Ihrem Kind, ob und wie Gott Ihnen im Leben geholfen hat.
  3. Sagen Sie Ihrem Kind, dass man durch das Gebet einem Menschen etwas Gutes tun kann.
  4. Zeigen Sie beim Beten eine gewisse Konzentration, damit das Gebet nicht als etwas beiläufiges erscheint.
  5. Besuchen Sie mit Ihrem Kind eine leere Kirche und erklären Sie die verschiedenen „Einrichtungsgegenstände“: Altar, Kreuz, Weihwasser, Marienbild usw.
  6. Gehen Sie in der leeren Kirche zu Orten, an denen man Sonntag so leicht nicht hinkommt: Sakristei, Orgelempore, Seitenaltäre. Lassen Sie die Kinder bestimmte Dinge vorsichtig anfassen, falls es erlaubt ist.
  7. Zeigen Sie Ihrem Kind äußere Gebetshaltungen (Knien, Stehen, Sitzen, Händefalten, Kniebeuge, Kreuzzeichen, Verneigung).
  8. Sagen Sie Ihrem Kind, dass alle Leute in der Kirche Gott begegnen wollen und man sie bei diesem wichtigen Vorhaben nicht stören sollte.
  9. Sagen Sie Ihrem Kind, dass Gott in der Kirche besonders nah ist. Deswegen begrüßt man ihn mit Gesten und Worten und zeigt ein bestimmtes Verhalten (nicht laut reden, nicht rennen, nicht essen, Jungs nehmen die Mütze ab)
  10. Verlangen Sie bei den ersten Gottesdienstbesuchen nicht zu viel. Wenn es nicht geht, haben Sie den Mut, früher zu gehen. Nächstes Mal wird es bestimmt besser.

Wir wollen Sie bei Ihrer anspruchsvollen Aufgabe als Eltern, mit Ihren Kindern die ersten Schritte des Glaubens zu gehen, unterstützen. Deswegen wollen wir in der Regel am ersten Sonntag im Monat einen Familiengottesdienst feiern. Bei dem besonders auf die Kinder eingegangen wird. Meist gibt es auch etwas Interessantes zu sehen. Herzliche Einladung! Im Anschluß an die Kindermessen gibt es immer ein Gemeindecafé vor der Kirche.

Termine der Kindermessen in Mexiko-Stadt 

5. Februar 2017
Kindermesse mit Taufe, anschl. Gemeindecafé mit tamales zum Fest der Candelaria

1. März 2017
Heilige Messe zum Aschermittwoch mit Austeilung des Aschenkreuzes (17 Uhr!)

5. März 2017
Kindermesse mit Übergabe des Vaterunser, anschl. Gemeindecafé mit Osterbasar

16. April 2017
Osterhochamt, anschl. Ostereier und Osterlämmer für die Kinder

7. Mai 2017
Kindermesse, anschl. Gemeindecafé mit Fahrzeugsegnung

3. September 2017
Kindermesse mit Schülersegnung, anschl. Gemeindecafé

8. Oktober 2017
Kindermesse mit Schutzengelfest, anschl. Gemeindecafé

5. November 2017
Kindermesse, anschl. Gemeindecafé

11. November 2017
Samstag, 19 Uhr Vorabendmesse, anschl. St.-Martinsfest

6. Dezember 2017
Mittwoch, 17 Uhr Nikolausfeier für Kinder

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