Erdbeben zerstört Azteken-Pyramide, doch dann entdeckten Forscher ein Geheimnis

Merkur Online /

Cuernavaca – Zehn Monate nach einem schweren Erdbeben in Mexiko haben Archäologen in einer Azteken-Pyramide einen Sensationsfund gemacht: In der Teopanzolco-Pyramide in Cuernavaca im Bundesstaat Morelos hat das Erdbeben die Überreste eines Tempels der Regengottheit Tlaloc aus der Tlahuica-Kultur freigelegt, wie das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte (INAH) am Donnerstag mitteilte.
Das Erdbeben habe die Pyramide stark beschädigt und für große Umschichtungen „im Inneren ihrer Struktur“ gesorgt, sagte die Archäologin Barbara Koniecza. Die größten Schäden gab es demnach im oberen Teil der Pyramide, wo bereits zuvor zwei Tempel gefunden worden waren. Einer war dem aztekischen Sonnen- und Kriegsgott Huitzilopochtli gewidmet, der andere dem Regengott Tlaloc.
Nach dem Erdbeben offenbarte die Teopanzolco-Pyramide ein Geheimnis.
Bei dem Erdbeben habe sich der Boden beider Tempel abgesenkt und gekrümmt, sagte Koniecza. Bei Radar-Untersuchungen zur Überprüfung der Statik wurden dann Hinweise auf den neuen Tlaloc-Tempel gefunden. Er wurde nach Einschätzung der Archäologen um das Jahr 1150 erbaut und war sechs Meter lang und vier Meter breit. Gefunden wurden auch Überreste von Keramik und ein Räuchergefäß aus der Tlahuica-Kultur.
Der Fund in der Teopanzolco-Pyramide wird auf 1150 -1200 vor Christus datiert.

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