Dreikönigstag – Der Weg in die Fremde verändert mein Leben

Predigt von Bischof Stefan Oster am Hochfest Erscheinung des Herrn im Dom zu Passau

Liebe Schwestern und Brüder im Glauben,

in den letzten Jahren gibt es immer mehr junge Menschen, die meist nach dem Schulabschluss ein soziales Jahr oder ein so genanntes Volontariat im Ausland machen. Auch meine Ordensgemeinschaft, die Salesianer Don Boscos, bieten solche Möglichkeiten in den vielen Projekten, die der Orden weltweit unterhält. Und die erstaunliche Erfahrung ist oftmals diese: Wenn es den jungen Leuten gelingt, sich wirklich auf Land und Leute und auf die jeweilige Arbeit offen einzulassen, dann kommen sie meistens erstaunlich verändert zurück, reifer, erfahrener, mit einem klareren Blick auf die Welt und auf sich selbst. Häufig durfte ich erleben, dass so ein Jahr mehr an innerer Veränderung bewirkt als viele Jahre davor und danach. Warum ist das so?

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Árbol de navidad

CAI – Estamos a unos días de celebrar en todo el mundo la Nochebuena y en los hogares se pueden ver ya los árboles o Tannenbaum que acompañarán las fiestas. Pero, ¿conoces su historia? El árbol de Navidad es una costumbre arraigada fuertemente en Alemania que se ha extendido por el mundo. Actualmente, en casi todos los países del globo, es difícil imaginarse una Nochebuena sin un árbol iluminado y decorado como testigo de las celebraciones.

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Wallfahrt nach Mexiko 25.8.-5.9.17

Bei dieser Pilgerreise werden Sie überraschende Begegnungen mit der Frömmigkeit in Mexiko erleben. Viele Wallfahrtsorte sind bei uns nahezu unbekannt. Höhepunkt ist der Besuch von Guadalupe. Umrahmt wird die Reise von zahlreichen Kolonialstädten und Stätten der Ureinwohner.

Informationen

  • Flug mit Linienmaschinen der Lufthansa in der Economyklasse
  • Unterbringung im Doppelzimmer mit Dusche/WC in Hotels der mittleren Kategorie ƒ Halbpension
  • Busfahrten lt. Programm
  • Eintrittsgelder ƒ
  • Reiseliteratur
  • Geistliche Begleitung Bischof Dr. Rudolf Voderholzer (Regensburg) sowie einheimische Reiseleitung
  • Stornokosten-Versicherung Mindestteilnehmerzahl: 20
  • Veranstalter: Bayerisches Pilgerbüro e.V.
  • Preise pro Person im Doppelzimmer: ab/bis München 2.885,– Zuschlag Einzelzimmer 415,–
  • Weitere Informationen: ƒ Flüge ab anderen Abflughäfen sind auf Anfrage möglich
  • Reisedokumente: Reisepass, dieser muss noch mind. 6 Monate nach Reiseende gültig sein. ƒ
  • Impfungen: keine Impfungen vorgeschrieben

Lesen Sie hier die vollständige Reisebeschreibung.

Hirtenbrief zum Advent von Bischof Oster SDB

Liebe Schwestern und Brüder,

es ist Zeit, aufzustehen vom Schlaf! So lautet die eindringliche Mahnung, die der Apostel Paulus in der heutigen Lesung an die Christen in Rom schickt. Es ist Zeit aufzustehen vom Schlaf. Paulus lebt in einer sehr tiefen, inneren Verbundenheit mit Christus. Und es ist ein Kennzeichen von Menschen wie Paulus quer durch die Geschichte, dass sie ihre jeweils eigene Zeit als brüchig, als oberflächlich, als gefährdet sehen. Als eingelullt in den Schlaf. Und zwar im Vergleich zu dem, was sie selbst innerlich erfahren, wovon sie innerlich ergriffen sind, was ihnen das Echte, das Wirkliche, das ganz Wahre ist: die Nähe zu Christus. Und Paulus sieht wie auch Jesus selbst im Evangelium die Gefahr, dass wir Menschen innerlich taub und blind werden für seine Gegenwart, dass wir keinen Sensus mehr dafür haben, dass er nahe ist, dass er uns innerlich verwandeln will, jeden Tag und zu jeder Stunde. Es ist Zeit aufzustehen, sagt Paulus. Und Jesus sagt im Evangelium: Seid wachsam, haltet euch bereit. Ihr wisst nicht, zu welcher Stunde der Menschensohn kommt. Read more

Herzlich Willkommen, Pfarrer Faustmann

Herr Faustmann, auch die Zeitschrift mitt.img_0008 heißt Sie recht herzlich in Mexiko willkommen! Unsere Leser möchten Sie gerne kennen lernen. Daher haben wir ein paar Fragen vorbereitet; die Antworten dazu werden uns ein wenig von Ihnen erzählen.

Wenn Sie Ihren Weg nach Mexiko an vier Lebensstationen aufzeigen müssten, welche Momente in Ihrem Leben sind das und warum?

Ich stamme aus Potsdam bei Berlin und bin dort aufgewachsen. Nach meinem Theologiestudium in Erfurt habe ich ein einjähriges Praktikum in Peru und Venezuela verbracht. Dort ist meine Freude am amerikanischen Kontinent wohl erwacht. Seitdem hatte ich den Wunsch, einmal hier als Priester zu arbeiten. Dazwischen lagen aber noch 15 Jahre, in denen ich in verschiedenen Pfarreien im Erzbistum Berlin tätig war. Das Auslandssekretariat der Deutschen Bischofskonferenz hat im vergangenen Jahr entschieden, dass es in Mexiko weiterhin einen deutschsprachigen, katholischen Seelsorger geben soll. Mit viel Überredungskunst und langem Atem bin ich dann schließlich an die Stelle gekommen, die immerhin an eine über 55jährige Geschichte von deutschen Priestern in Mexiko anknüpfen kann.

Wie ist Ihr erster Eindruck von Mexiko und Ihrem neuen Zuhause?

Ich wohne zusammen mit zwei mexikanischen Priestern im Pfarrhaus von St. Johannes Paul II. und St. Thomas Morus (wie die Pfarrei seit ca. einem Jahr heißt) in der Colonia Florida, nicht weit von Coyoacán. Diese Kirche wurde Anfang der Siebziger Jahre vom Erzbistum Köln erbaut und ist seither der Treffpunkt der deutschen Katholiken in Mexiko-Stadt. Für mich ist mein neues Zuhause ein Gewinn an Lebensqualität: in Deutschland war ich manchmal der einzige Bewohner von großen Pfarrhäusern, hier kann ich die schöne Erfahrung einer Gemeinschaft von Priestern machen, die ein Leben in Gemeinschaft SONY DSCführen: mit den Mahlzeiten, Austausch, Besuchen, Gebet und Gottesdienst. Das ist für mich ein ziemlicher Kontrast zum Leben als Pfarrer in Deutschland. Ich freue mich auch, dass ich zur seelsorglichen Mithilfe in der mexikanischen Gemeinde eingeladen werde, was mir viel Freude macht und mit Dankbarkeit von den Gläubigen aufgenommen wird. Ich habe den Eindruck, dass die deutschsprachige Seelsorge in Mexiko aufgrund von überzeugenden Pfarrergestalten in der Vergangenheit einen guten Ruf hat. Darauf kann man aufbauen.

Wen und/ oder was haben Sie schon fest in Ihr Herz geschlossen?

Ich bin fasziniert, wie viele Gespräche sich in Mexiko um das Essen drehen. Fast bei jeder Mahlzeit im Pfarrhaus werden die Vorzüge der mexikanischen Küche ausführlich erörtert, und ich muss sagen: völlig zu Recht! Offensichtlich legen die Mexikaner viel Wert auf gutes und gepflegtes Essen und sind stolz auf eine reiche kulinarische Tradition (wenngleich wohl nicht alle Gewohnheiten gleichermaßen gesund sind). In der kurzen Zeit meiner Anwesenheit habe ich schon eine Vielzahl von typischen Gerichten probieren können und ich freue mich darauf, viele weitere leckere Entdeckungen zu machen (und dabei möglichst noch das Gewicht zu halten, natürlich). Sympathische Wesenszüge, die mir bei manchen Mexikanern aufgefallen sind: Eine große Freude an lustigen, doppeldeutigen Formulierungen, am Erzählen mit Wortwitz und hintergründigem Humor, sowie ein natürlicher Sinn für die Bedeutung des Familienlebens. Alles Dinge, die mir auch gut gefallen.

An welchem Punkt möchten Sie gerne mit Ihrer Arbeit hier in Mexiko beginnen?

Ich bin überaus dankbar, in Mexiko-Stadt einen treuen und verlässlichen Stamm von deutschsprachigen Katholiken vorzufinden. In den vergangenen Jahren, die nicht immer leicht waren, haben sie mit großem persönlichen Einsatz und vielen Opfern das Gemein- deleben aufrechterhalten. Auch die Anwesenheit des mexikanischen Diözesanpriesters David Bolaños in der deutschen katholischen Gemeinde ist ein Glücksfall gewesen. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass unsere Gemeinde mit ihrer Glaubensverkündigung, ihren schönen deutschsprachigen Gottesdiensten und der gelebten Nächstenliebe noch mehr Katholiken in Mexiko erreichen könnte. Egal, ob schon lange in Mexiko sozialisiert oder nur für kurze Zeit hier oder auch nur aus einem vagen Interesse an Deutschland: eine deutschsprachige Gemeinde in Mexiko zu haben, ist eine große Chance. Wir können hier unsere gemeinsame Beheimatung im christlichen Glauben leben, in einer Welt, die vermutlich auch in Mexiko nicht viel Geborgenheit für unsere „aufgescheuchten Seelen“ (Dietrich Bonhoeffer, 1906-1945) bereithält. Ich hoffe, dass viele diese Chance sehen und für sich nutzen. Außerdem gehören für die meisten Menschen die Beziehung zu Gott und das persönliche Gebet in die Welt der Muttersprache. In der Sprache, in der uns zuerst von Gott erzählt wurde, leben wir meist auch unseren Glauben. Ich würde mich besonders freuen, wenn es uns gelänge, unseren Kindern diese feste Verwurzelung im Glauben als Grundlage für ihr Leben mitgeben zu können.

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