Zum Abschied „¡Adios!“

In den vergangenen Monaten war Pastor Hanns-Henning Krull der Seelsorger der evangelischen Gemeinde Heilig Geist in Mexiko. Jetzt ist er nach Europa zurückgekehrt. Lesen Sie hier Teile seiner Abschiedsworte.

Zweimal nun haben Angelika und ich in Mexiko gelebt: 1993 bis 2004, und jetzt seit Oktober 2019 gut neun Mo- nate, weil ich als „Pfarrer für die Übergangszeit“ von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) beauftragt worden bin. Zusammen waren das rund 12 Jahre: wir haben sie – in der unterschiedlichen Prägung – als eine gute, erfüllte, sehr freundliche Zeit erlebt!

Im Nachhinein neigt man leicht zu Idealisierungen, aber es ist einfach so: Wir haben bei und mit euch in der Gemeinde der Heilig-Geist-Kirche und den dazugehörenden Gemeinden im Land Mexiko ganz überwiegend positive Erfahrungen sammeln können. Ich habe eine Gemeinde als Pfarrer begleiten dürfen, wir haben in einer Gemeinde leben dürfen, die wir ins Herz geschlossen haben! Und haben Menschen aus allen Altersgruppen kennen- und schätzen gelernt, die wir nicht vergessen werden.

An erster Stelle denke ich an die Menschen, mit denen wir regelmäßig Gottesdienst feiern: In „Vor-Corona-Zeiten“ in Mexiko-Stadt in unserer schönen Heilig-Geist-Kirche sowie in den Gemeinden außerhalb von CDMX an den vertrauten Orten mit anschließendem Beisammensein und Gesprächen, immer bei einem Imbiss. Und seit Beginn der „Corona-Zeit“ im März jede Woche zum Gottesdienst über YouTube, der extrem gut angenommen wird. Der Gottesdienst ist eben der Mittelpunkt, das Zentrum, um das herum Gemeinde lebt, ja, und gedeiht.

Sie sind nicht nur eine kleine ethnische Gruppe, die aus Deutschland „betreut“ wird, sondern können eine vorbildliche Funktion auch für Kirchengemeinden in Deutschland haben. Hier erleben wir christlichen Glauben auf der Schnittstelle von Freiwilligkeits- und Volkskirche. Hier verbinden sich die Vorteile beider Organisationsformen christlichen Lebens: Die Offenheit und Toleranz der Volkskirche und die Verbindlichkeit und Verbundenheit der Freiwilligkeitskirche, die den größten Teil ihrer Aufgaben durch die vielfältigen Gaben ihrer Mitglieder vor Ort und eigenverantwortlich wahrnehmen kann. Das macht nicht immer alles leichter, das macht aber den Reiz und die Freude aus, hier zu leben und zu arbeiten. Ich hoffe, dass Pfarrerin Stefanie Hoppe diese Erfahrung ebenso machen wird.

Bleibt uns nur noch zu sagen: Danke, und: ¡Adios! Seid und bleibt behütet von unserm Herrgott.

Herzlichst, Ihre und eure

Angelika und Hanns-Henning Krull

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