Freude am Leben – Die neue Pastorin stellt sich vor

Hier bin ich, Stefanie Hoppe, eure neue Pfarrerin. Am 5. September bin ich – trotz Pandemie – gut im Pfarrhaus in Mexiko-Stadt angekommen. Termine, Pläne – derzeit ist nichts sicher. Aber daran haben wir uns alle wohl gewöhnt. In den letzten Monaten habe ich gelernt, geduldig zu sein.

Im März, als mein Vorgänger als evangelischer Pfarrer in Mexiko, Hanns-Henning Krull mir von dem beeindruckenden Wahlergebnis berichtete, war meine Freude übergroß. „Ich werde Pfarrerin der deutschen Gemeinde in Mexiko.“ Wow! Doch eine rauschende Fiesta gab es nicht. Die Ereignisse rund um die Pandemie überschlugen sich und alle schauten voller Angst in die Zukunft. „Nach Mexiko willst du?“ Es war eine emotionale Achterbahnfahrt. Abschiednehmen in einer Auszeit. Viele Gespräche habe ich in den letzten Wochen geführt und freuen sich mittlerweile die Menschen mit mir und wünschen mir Gottes Segen für meinen neuen Lebensabschnitt.

Fast 9 Jahre war ich hier in der Nähe von Potsdam Pfarrerin. Das hinterlässt Spuren. Nun habe ich meine Zelte abgebrochen, Kartons gepackt und mich auf den Weg in ein neues Abenteuer gemacht. Im August habe  ich für 4 Wochen einen Intensivsprachkurs in Sevilla/Spanien gemacht.

Ich komme genau in der Zeit an, wenn das Gottesdienst- und Gemeindeleben langsam wieder anfängt. Hier in Deutschland habe ich das schon einmal mitgemacht. Seit Mitte Mai sind Gottesdienste wieder erlaubt, jetzt ab Juli auch wieder Gemeindegruppen und Unterricht. Es ist ein Weg auf dem Balanceseil: holprig, wackelig, risikoreich.

Jetzt möchte ich mit euch gemeinsam diesen vielleicht schwierigen Weg gehen. Ich bringe Erfahrungen mit und es wird doch alles ganz neu und ungewohnt sein. Irgendwie, so scheint es mir, fangen wir alle ganz neu an. Das Gemeindeleben wird sich mit und nach der Pandemie ändern, da bin ich mir sicher. Die Unsicherheiten werden uns noch lange begleiten.

Was ich zu euch mitbringe? Meine Tatkraft, Glaubensgewissheit und Freude am Leben. Mir war es immer wichtig, nie den Mut und die gute Laune zu verlieren, dem Leben zu vertrauen und positiv in die Zukunft zu schauen. Bei euch und mit euch zusammen will ich die nächsten 6 Jahre als Seelsorgerin leben, Gemeinde gestalten und prägen, Menschen in ihrem Leben begleiten und stärken. Ich sehe die deutsche Gemeinde in Mexiko als eine Heimat, die sich den aktuellen Herausforderungen stellt und mit ihnen wächst.

In Deutschland zurück bleiben meine zwei Töchter Tabea (23) und Josepha (19), die beide studieren, aber mich hoffentlich häufig besuchen werden. Ich komme also allein in die große und noch fremde Mega-City. Für mich persönlich ist das ein großer Schritt. Ich freue mich auf eine pulsierende Großstadt, ein wunderbares Land, mich berührende Menschen und viele, sehr viele neue Erfahrungen. „Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr euch weist, weil Leben heißt: sich regen, weil Leben wandern heißt.“ (Ev. Gesangbuch 395)

Eure Stefanie Hoppe

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